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Afrikazentrum

Universitätszelt 2010

HIV/Aids in Südafrika

Vom 21.5. bis 24.5.2010 fand auf den Mainwiesen das 22. Africa Festival in Würzburg statt – im dritten Jahr in Folge mit einer Präsentation der Universität Würzburg in Gestalt eines eigenen Universitätszeltes – dieses Jahr bestückt mit Exponaten des Afrikazentrums  und des deutsch-afrikanischen Graduiertenkollegs zum Thema „Leben mit Aids“.

Der konstant hohe Besucherandrang sowie die durchwegs positive Resonanz auf die Präsentationen zeigen, dass die Universität Würzburg mit dieser Art der Öffentlichkeitsarbeit auf dem richtigen Weg ist – haben doch von den 110.000 Besuchern des Africa Festivals ca. 30.000 den Weg ins Unizelt gefunden.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass auch dieses Jahr viele der afrikanischen Gäste die Universitäts-Präsentationen ausdrücklich gelobt und sich rege an den Diskussionen im Zelt beteiligt haben, weil sie hier ein Bild Afrikas finden, das seine vielfältigen aktuellen Facetten und Perspektiven aufzeigt.

Das Thema HIV/Aids – im Zelt fokussiert auf Südafrika als Gastgeber der Fußball-WM 2010 – wurde anhand von Themenstelen und Vitrinen mit Anschauungsmaterial beleuchtet und anhand der Lebensgeschichte einer Südafrikerin personalisiert. Die Exponate wurden inhaltlich weitgehend vom Missionsärztlichen Institut, dem Stiftungslehrstuhl Missionswissenschaft und Dialog der Religionen, dem deutsch-südafrikanischen Graduiertenkolleg IRTG 1522 (Prof. Rethwilm) und dem Zentrum Infektiologie DGI der Uniklinik Würzburg (Prof. Klinker) konzipiert und von M. Boutros, LS Zoologie III, umgesetzt.

Als äußerst publikumsattraktives Novum erwies sich die tägliche „Fragestunde“ mit Experten aus den verschiedenen Arbeitsbereichen zu Aspekten des Kernthemas. Gerade in diesen Fragestunden – quasi Podiumsdiskussionen im kleinen Kreis – wurde das große und ernsthafte Interesse des Publikums an allgemeinen Informationen zu HIV/Aids und dem Leben als „positHIV“ lebendem Menschen, gerade aber auch an den hier in Würzburg stattfindenden Forschungen sowie am wissenschaftlichen Austausch mit stark Aids-betroffenen Ländern wie Südafrika deutlich.

Fröhliche Festivalatmosphäre und informativ-nachdenkliche, auch anrührende Momente angesichts des ernsten und vielschichtigen Unizelt-Themas sind auch 2010 eine höchst gelungene Verbindung eingegangen, auf die Organisatoren wie Zeltmitwirkende stolz sein dürfen.

Text: Barbara Sponholz

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