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Afrikazentrum

Prof. Dr. August Stich

Lebenslauf

August Stich wurde 1960 in Nürnberg geboren. Er studierte Humanmedizin in Würzburg und Wien. Nach einer Ausbildung in Allgemeinmedizin spezialisierte er sich auf Innere Medizin mit Schwerpunkt Tropenmedizin, wo er nach Tätigkeiten in Würzburg, London, Liverpool und Heidelberg im Jahr 2005 habilitierte. Ab dem Jahr 1988 war er in zahlreichen Ländern als Arzt, Forscher, Entwicklungshelfer und Berater tätig, so in Zimbabwe, Somalia, Kambodscha, Angola und Tansania. Von 1996 bis 2000 war er im Vorstand der Deutschen Sektion von Ärzten ohne Grenzen, die 1999 den Friedens-Nobelpreis erhielt. Seit 2004 leitet er als Chefarzt die Tropenmedizinische Abteilung der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg, seit 2008 ist er Erster Vorstand des Missionsärztlichen Instituts, der katholischen Fachstelle für Internationale Gesundheit. Ferner ist er seit 2008 der medizinische Berater im Vorstand der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. Sein beruflicher Schwerpunkt liegt in der klinischen Tropenmedizin und der Versorgung von Patienten mit Migrationshintergrund. Wissenschaftlich hat er sich vor allem mit der afrikanischen Schlafkrankheit, Malaria, Schistosomiasis und der HIV-Infektion befasst. Seit 2005 ist er Mitglied im erweiterten Vorstand, seit 2009 stellvertretender Vorsitzender der DTG. Aktuell bemüht er sich um den Aufbau eines Schwerpunktes „Global Health“ an der Universität Würzburg.

Forschungsschwerpunkte

  • Klinische Tropenmedizin
  • HIV-Infektion, Malaria, Schlafkrankheit
  • Global Health

Afrikabezug

Bereits als Schuljunge interessierte sich August Stich für Albert Schweitzer, medizinische Nothilfe und die Erforschung des afrikanischen Kontinents. 1982 war er das erste Mal als Medizinstudent in Afrika, damals famulierte er in einem Missionshospital in der Transkei, einem Homeland im Apartheitstaat Südafrika. 1988 übernahm er eine Stelle als medizinischer Entwicklungshelfer in einem ländlichen Hospital in Zimbabwe. Nach seinem Masterstudium in Clinical Tropical Medicine in London und der Mitarbeit an einem Malaria-Lehrprogramm in Liverpool schloss er sich der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen an und arbeitete im Rahmen von Hilfsprojekten im vom Bürgerkrieg  zerrütteten Somalia. Später führten ihn zahlreiche Forschungs- und Beratungseinsätze in viele andere Länder des afrikanischen Kontinents. Ein besonderer Schwerpunkt stellte Angola dar, das er insgesamt 12 Mal im Rahmen eines Programmes zur Bekämpfung der Schlafkrankheit besuchte. 2005 initiierte er eine bis heute bestehende Partnerschaft mit intensivem Austausch von Lehr- und Forschungsaktivitäten mit der CUHAS, der Catholic University of Health and Allied Sciences in Mwanza, Tansania.

In seiner jetzigen Position als Leiter der Tropenmedizin an der Missionsärztlichen Klinik und im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeiten im Vorstand des Missionsärztlichen Instituts und der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe ist er an zahlreichen medizinischen Projekten zur Gesundheitsversorgung in Afrika maßgeblich beteiligt.

Zwischen 2012 und 2015 war er gewählter Sprecher des Forums Afrikazentrum an der Universität Würzburg. Ziel ist die Förderung einer interdisziplinären Zusammenarbeit in Lehre und Forschung mit Afrikabezug.

Kooperationen

  • Catholic University of Health and Allied Sciences, Mwanza, Tansania
  • Faculty of Health Sciences, University of Stellenbosch, Rep. of South Africa
  • Catholic University College, Sunyani, Ghana

Publikationen

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Universität Würzburg
Josef-Martin-Weg 52/1
97074 Würzburg

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