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Afrikazentrum

Schriftenreihe Junges Afrikazentrum

Das Junge Afrikazentrum der Universität Würzburg hat die Schriftenreihe Junges Afrikazentrum ins Leben gerufen, die her­vor­ragen­den Studierenden und Nach­wuchs­wissen­schaftlern eine Plattform für die Pub­li­ka­tion exzellenter Arbeiten mit Afrikabezug bietet. Sie steht neben Angehörigen der Universität Würzburg insbesondere auch Studierenden und Wissenschaftlern aus Afrika offen, um nicht nur die Forschung über Afrika, sondern auch beachtliche Beiträge aus Afrika sichtbar zu machen.

Auf Vorschlag der betreuenden Professoren und Dozenten entscheidet das Herausgebergremium (Dr. Julien Bobineau, Philipp Gieg, Dr. Karin Linhart und Dr. Ferdinand Paesler) über die Aufnahme in die Schriftenreihe, die das gesamte Spektrum der Forschung ausgewogen widerspiegeln soll. Wir möchten daher alle Professoren und Dozenten insbesondere der Universität Würzburg dazu aufrufen, dem Herausgebergremium von Ihnen betreute exzellente Arbeiten vorzuschlagen, die in das oben skizzierte Profil der Schriftenreihe passen. Nachwuchswissenschaftler in der Doc- oder Postdoc-Phase können Beiträge eigenständig einreichen. Bitte wenden Sie sich an jaz@uni-wuerzburg.de.

Die Entwicklung der Staatlichkeit der Republik Gambia während Yahya Jammehs Amtszeit

NEUE AUSGABE

Schriftenreihe Junges Afrikazentrum 6
Die Entwicklung der Staatlichkeit der Republik Gambia während Yahya Jammehs Amtszeit
Lea Kristin Kleinsorg (2017)

Sprache: Deutsch

Die westafrikanische Republik Gambia wurde zwei Jahrzehnte lang von Yayha Jammeh regiert. 1994 putschte er sich an die Macht und behielt diese vier Legislaturperioden lang, bis er im Dezember 2016 die Präsidentschaftswahlen überraschend gegen seinen Konkurrenten Adama Barrow verlor. Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Staatlichkeit der Republik Gambia während Jammehs Amtszeit. Für den Zeitraum seit der Staatsgründung im Jahr 1965 bis zur ersten Erhebung durch den US-amerikanischen Think Tank Fund for Peace 2006 gibt es keine umfassende Untersuchung über den Zustand der gambischen Staatlichkeit. Durch die Anwendung der Theorie fragiler Staatlichkeit nach Ulrich Schneckener soll mit der vorliegenden Arbeit ein Teil dieser Lücke geschlossen werden. Dazu werden für jede der vier Legislaturperioden Jammehs die von Schneckener benannten Staatsfunktionen (Sicherheit, Legitimität/Rechtsstaatlichkeit, Wohlfahrt) einzeln untersucht, um anschließend den Zustand der Staatlichkeit Gambias einzuordnen. Dazu werden sowohl quantitative als auch qualitative Daten einschließlich Experteninterviews verwendet. Anhand eines Vergleichs der einzelnen Typologisierungen ist es möglich, abschließend ein Gesamtbild der Entwicklung der gambischen Staatlichkeit während Jammehs Amtszeit zu zeichnen.

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Apport des instruments de la Conférence de La Haye au droit des affaires dans l’espace OHADA

Schriftenreihe Junges Afrikazentrum 5
Apport des instruments de la Conférence de La Haye au droit des affaires dans l’espace OHADA
Justin Monsenepwo Mwakwaye (2016)

Sprache: Französisch

Deutscher Titel: Der Beitrag der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht zum OHADA-Recht

Die Haager Konferenz für Internationales Privatrecht ist eine globale zwischenstaatliche Organisation, die zum Ziel hat, für eine Welt zu arbeiten, in der Individuen sowie Gesellschaften in grenzüberschreitenden Situationen einen hohen Grad von Rechtssicherheit genießen können. Zu diesem Zweck betreut und entwickelt die Haager Konferenz multilaterale rechtliche Instrumente, die weltweit mehr als 150 Staaten betreffen. Die Organisation zur Harmonisierung des Wirtschaftsrechts in Afrika (abgekürzt OHADA: Organisation pour l’Harmonisation en Afrique du Droit des Affaires) ist eine 1993 gegründete Internationale Organisation afrikanischer Staaten, deren Ziel darin besteht, das Wirtschaftsrecht in Afrika zu vereinheitlichen. Der Beitrag fragt, welche der im Rahmen der Haager Konferenz entwickelten Instrumente nicht nur von besonderem Interesse für OHADA, sondern auch von großem Nutzen für deren einzelne Mitgliedstaaten wären. Insbesondere wird das Spannungsfeld zwischen den im OHADA-Wirtschaftsraum geltenden wirtschafts- sowie zivilverfahrensrechtlichen Regeln und dem Über­ein­kommen vom 5. Oktober 1961 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation, dem Übereinkommen vom 30. Juni 2005 über Gerichts­stands­ver­ein­barungen, sowie den Prinzipien über die Rechtswahl in inter­nationalen kommer­ziellen Verträgen skizziert.

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Évolution des paysages dunaires fixés  par la végétation au Niger

Schriftenreihe Junges Afrikazentrum 4
Évolution des paysages dunaires fixés par la végétation au Niger
Sani Ibrahim (2016)

Sprache: Französisch

Deutscher Titel: Veränderung der Dünenlandschaften durch die Vegetation in Niger

Die Dürrephasen der 1970er und 1980er Jahre haben in den Landschaften und Ökosystemen des Sahel deutliche Veränderungen verursacht. In Niger waren die Dünen­land­schaften am stärksten von Degradation betroffen, teils in irreversiblem Ausmaß. Die vorliegende Studie zeigt, dass in dieser komplexen Dynamik trotz Klimaschwankungen und Nutzungsdruck die Regeneration von Böden dennoch möglich ist. Dies wurde anhand mikromorphologischer Analysen von oberflächigem Bodenmaterial (0-20 cm Tiefe) nachgewiesen. Die Untersuchung insbesondere der Eigenschaften von Oberflächenkrusten (i.S. von filmartiger Organisation der Boden­ober­fläche) eröffnet Forschungsperspektiven zu Möglichkeiten und Methoden der Stabilisierung degradierter Dünen. Ebenso zeigt sie Alternativen auf im Kampf gegen äolische und durch Spülprozesse hervorgerufene Abtragung in sahelischen Ökosystemen. Damit lässt sie sich perfekt auf die Situation in Niger anwenden, wo die Phänomene der Desertifikation und der Sandeinwehung in interdunäre Wannen im Rahmen des Umweltschutzes eine wesentliche Herausforderung darstellen.

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Imported Religions, Colonialism and the Situation of Women in Africa

Schriftenreihe Junges Afrikazentrum 3
Imported Religions, Colonialism and the Situation of Women in Africa
Wendpanga Eric Segueda (2015)

Sprache: Englisch

Deutscher Titel: Importierte Religionen, Kolonialismus und die Situation von Frauen in Afrika

Frauen sind ein Schlüssel zur Entwicklung, und Gender-Aspekte nehmen eine Schlüsselrolle in Entwicklungsstrategien ein. Westliche Entwicklungshilfeorganisationen befördern die Gleichstellung der Geschlechter jedoch oft als Teil des “westlichen” Wertekanons beziehungsweise als grundsätzlich neues Konzept, ohne zu berücksichtigen, wie Gleichstellung in afrikanischen Gesellschaften verankert war. Gleiches gilt für viele afrikanische Vertreter, die die Gleichstellung der Geschlechter als westliches Konzept darstellen. Dieser Beitrag möchte zeigen, dass Gleichberechtigung für afrikanische Gesellschaften kein komplett neues Phänomen ist, sondern bereits im vorkolonialen Afrika existierte. Sensibilisierung für dieses Erbe kann dabei helfen, in afrikanischen Gesellschaften Strategien zur Gleichstellung der Geschlechter zu initiieren und Wandel von innen heraus zu ermöglichen.

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Die Folter im Algerienkrieg – zwischen mémoire und histoire

Schriftenreihe Junges Afrikazentrum 2
Die Folter im Algerienkrieg – zwischen mémoire und histoire
Eva Käuper (2015)

Sprache: Deutsch

Bis heute beschäftigt die Aufarbeitung des Algerienkrieges (1954-1962) die französische Gesellschaft. Im Rahmen der Neuesten Geschichte und französischen Kulturwissenschaft thematisiert die Autorin die Erinnerungsproblematik dieses Krieges – und insbesondere die der Folter von Seiten der französischen Kolonialmacht. Die Arbeit umfasst eine historische, politische und kulturelle Analyse der französischen Gesellschaft und ihrer Einstellungen gegenüber den Folterverbrechen, die von der französischen Armee an Widerstandskämpfern und der algerischen Zivilbevölkerung verübt worden sind. Wie positionieren sich Medien und Bevölkerung, algerische wie französische Zeitzeugen, Politik, Armee und Wissenschaft heute zu den illegalen Gewaltakten? Hierbei werden auch das Konzept der Oral History sowie der geschichtswissenschaftliche Anspruch einer ‚historischen Objektivität' diskutiert. Daraus ergibt sich für die Autorin die Antwort auf die weiterreichende Forschungsfrage nach der wissenschaftlichen Positionierung dieses historischen Ereignisses: Gerade in Fragen der Gewalt und der Aussöhnung zwischen antagonistischen (Erinnerungs-)Gruppen bilden die Disziplinen Geschichts- und Kulturwissenschaft eine wichtige Schnittstelle.

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Auf Augenhöhe zu mehr Sicherheit? Sicherheitspolitische Zusammenarbeit der AU-EU

Schriftenreihe Junges Afrikazentrum 1
Auf Augenhöhe zu mehr Sicherheit? Sicherheitspolitische Zusammenarbeit der AU-EU
Timo Lowinger (2014)

Sprache: Deutsch

Die Afrikanische Union und die Europäische Union unterhalten eine hoch institutionalisierte Sicherheitspartnerschaft. Die im Jahre 2007 beschlossene Gemeinsame Afrika-EU-Strategie stellt für die interregionalen Beziehungen der Afrikanischen Union mit der Europäischen Union im Allgemeinen und für die sicherheitspolitische Zusammenarbeit im Besonderen eine Zäsur dar. Kooperieren die Afrikanische Union und die Europäische Union partnerschaftlich, also auf Augenhöhe, um mehr Sicherheit für beide Kontinente zu erreichen? Um diese Frage zu beantworten werden auf Grundlage des interorganisationalen Modells von Biermann (2009) in seiner Weiterentwicklung von Scheuermann (2012) verschiedene kooperationsfördernde und -hemmende Faktoren herausgearbeitet. Mit Hilfe dieses Rahmens werden dann die Entwicklung der interregionalen Beziehung und die mit der Strategie implementierten Mechanismen analysiert, um so fünf spezifische Problemmuster zu identifizieren, die eine Partnerschaft auf Augenhöhe in der Praxis konterkarieren können: Das Selbstverständnis der EU, die Perzeption der EU durch die AU, die unterschiedliche Perzeption von Sicherheit, die divergenten institutionellen Kapazitäten und der gravierende Ressourcenmangel. In welcher Weise sich diese Problemmuster auswirken, wird abschließend in den Fallbeispielen zur Finanzierung der Friedensmission AMISOM und zum konträren Verhalten der beiden Regionalorganisation in der Libyenkrise deutlich.

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