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Afrikazentrum

Research Station Comoé

Labor mit Solaranlage der Research Station Comoé (Comoé Nationalpark, Côte d'Ivoire, Kontakt K. E. Linsenmair)
Bestäuberinteraktionen (Comoé Nationalpark, Côte d'Ivoire, Kontakt E. T. Frank)

Der Comoé National Park ist UNESCO Weltkulturerbe und Biosphärenreservat. Mit seinen 11.500 km2 ist er der größte und in fast jeder Hinsicht der vielfältigste Nationalpark Westafrikas, wobei diese besondere Vielfalt vor allem eine Konsequenz des steilen Nord-Süd-Klimagradienten ist. Dieser umfasst mehrere Klima- und damit gleichzeitig Vegetationszonen von der trockenen Sudan Zone bis zur Guinea Feuchtsavanne. Die daraus resultierende Heterogenität der Landschaft dürfte die primäre Ursache für die besonders hohe Diversität im Nationalpark sein, die es zum biodiversitätsreichsten Savannengebiet Afrikas macht.

Die Comoé Forschungsstation wurde von Professor Linsenmair 1989/90 zunächst als Forschungscamp- mit Mitteln der Volkswagenstiftung aufgebaut. Studenten und Wissenschaftler aus Würzburg und vielen anderen deutschen und ausländischen Universitäten arbeiteten dort mit afrikanischen Partnern zusammen. Im Jahr 2000 konnte durch Finanzierung vor allem der Fritz Thyssen Stiftung und auch des Land Bayerns und der Universität Würzburg damit begonnen werden, eine dauerhafte, modern ausgestattete Forschungsstation zu erbauen. Leider musste die Station wegen der soziopolitischen Konflikte in der Côte d’Ivoire, die im September 2002 ausbrachen, bis 2012 geschlossen bleiben. Von 2012 bis 2014 wurde die Station unter der Leitung von Prof. Linsenmair wieder aufgebaut und weiter modernisiert. Die dafür nötigen Mittel wurden in äußerst dankenswerter Weise von der Fritz Thyssen Stiftung und der Universität Würzburg zur Verfügung gestellt. Mit der im November 2014 fertiggestellten großen Solaranlage hat diese modernste Feldforschungsstation West Afrikas ihre volle Arbeitsfähigkeit erreicht. Mit insgesamt 14 Häusern, einer Küche mit Speisesaal, einem klimatisierten Labor mit über 20 Räumen und einer Garage die Platz für mehrere Geländefahrzeuge und Motorräder bietet, hat die Station die Kapazität, bis zu maximal etwa 20 Forscher in Langzeitprojekten aufnehmen zu können, bei Kurzzeitprojekten, z.B. Exkursionen können es bis ca. 30 sein (wobei dann aber die Verpflegung limitierend wird). Die gesamte Station wird über eine Solaranlage rund um die Uhr mit Strom versorgt und ein leistungsfähiger Generator ist ebenfalls vorhanden, der im Falle einer Störung die Stromversorgung sicher stellt. Fließendes Wasser bester Qualität und in praktisch beliebiger Menge steht überall an der Station zur Verfügung, das aus 80 m Tiefe in einen großen Wasserturm gepumpt und von dort mit hohem Druck verteilt wird.

Die Forschungsstation ist wieder im vollen Betrieb und erlaubt die Bearbeitung vielfältiger Themen für Praktika, Bachelor-/Master-Arbeiten und Dissertationen und natürlich auch langfristige und sehr anspruchsvolle Untersuchungen, die nur von größeren Arbeitsgruppen bewältigt werden können. Interessenten sollten die Ansprechpartner kontaktieren, wobei viele Fragen im Informationspaket beantwortet werden (siehe Weiterführende Informationen).

Research Station Comoé

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