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Geographie und Geologie
Kartierungen in Westafrika aus dem All
Dr. Michael Thiel, Lehrstuhl für Fernerkundung am Institut für Geographie und Geologie
Fremd- und Eigenräume

Die Verfügbarkeit von flächendeckenden Karten und Daten ist in Westafrika sehr gering. Verschiedene Gründe können für diesen Umstand angeführt werden: (i) die ungünstige Entwicklung der Länder in der Region, (ii) wiederkehrende Rückschritte durch Krisen wie Revolten oder Krankheiten und (iii) ein Mangel an Experten. Die Fernerkundung kann helfen diese Problematik zu lösen. Satellitenbilder stellen eine frei zugängliche Datengrundlage dar, anhand derer Kartierungen vorgenommen werden können. Zur Erstellung solcher Karten sind in der Regel nur wenige Besuche vor Ort notwendig, bei denen Informationen über den Raum gewonnen werden können, welche dann mit den Satellitenbildern abgeglichen werden.

Landwirtschaft in Westafrika

In den Ländern Burkina Faso, Ghana und Benin wurden Satellitenbilder genutzt um die Verbreitung von Feldfrüchten innerhalb ausgewählter Untersuchungsgebiete sehr detailliert zu kartieren. In einem ersten Schritt werden dabei landwirtschaftliche Flächen identifiziert (Abb. 2). Auf diesen Karten werden in einem weiteren Schritt die Feldfrüchte kartiert. Vergleicht man diese detaillierten Karten aus verschiedenen Jahren, lassen sich sogar Informationen über Fruchtrotationen ableiten (Abb.3).

Abbildung 2: Zeitliche Entwicklung der Landnutzung in der Region Dano, Burkina Faso. Darstellung: Gerald Forkuor, Modifiziert: Michael Thiel
Abbildung 3: Feldfruchtkartierung für die Region Dassari, Benin, sowie daraus abgeleitete Kartierung der Fruchtrotationen. Darstellung: Alejandra Navaez Vallejo, Modifiziert: Michael Thiel
Stadtkartierungen

Der weltweite Trend zur Verstädterung kann auch in Westafrika beobachtet werden. Landflucht und eine hohe Geburtenrate sorgen für ein rasches Anwachsen der Städte. Karten, die das bisherige Wachstum der Städte und darüber hinaus auch Abschätzungen der künftigen Ausbreitung zeigen, werden daher stark nachgefragt. Mithilfe von Satellitenbildern können Informationen über das bisherige Wachstum erzeugt werden (Abb. 4), darauf aufbauend wird die potentielle weitere Ausbreitung modelliert. Darüber hinaus können zudem weitere Informationen, wie beispielsweise den Jahresgang der Oberflächentemperatur einer Region (Abb. 5), oder eine weitere Untergliederung des Stadtgebietes dargestellt werden.

Abbildung 4: Entwicklung der Siedlungsfläche in Abuja, Nigeria. Darstellung: Mahmoud Ibrahim Mahmoud, Modifiziert: Michael Thiel
Abbildung 5: Darstellung der Entwicklung der Oberflächentemperatur in der Region Kano im Norden Nigerias. Darstellung: Michael Thiel, Daten: Susan Ojochide Simon
Weiterführende Links

Dr. Michael Thiel hat ein Diplom in Angewandten Umweltwissenschaften von der Universität Trier. 2013 promovierte er an der Universität Jena zur Nutzung von Texturinformationen hochaufgelöster SAR-Daten zur Beschreibung von Siedlungsflächen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Fernerkundung der JMU forscht und lehrt er derzeit zum Thema Landnutzung in Westafrika.

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