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Biologie
Die Comoé Station darf nicht sterben: Wiederaufbau einer Forschungsstation
Prof. Dr. K. Eduard Linsenmair, Biozentrum der Universität Würzburg
Dr. Erik T. Frank
Park und Infrastruktur

Die Forschungsstation liegt im Comoé Nationalpark (Elfenbeinküste) im Gebiet der Feuchtsavannen. Savannen sind hochdiverse Ökosysteme, denen bisher zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit zu Teil geworden ist, obwohl sie unter extremen Nutzungsdruck stehen und genauso gefährdet sind wie Regenwälder. Die Station bietet in Westafrika und weit darüber hinaus einzigartige Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten für lokale und internationale Studenten und Wissenschaftler. Sie besteht aus 14 gut ausgestatteten Wohnhäusern, einem klimatisierten Laborgebäude (800m2) und anderen Funktionsbauten mit autarker Strom- und Wasserversorgung (Solaranlage und 80m tiefer Brunnen) und Internetverbindung.

K. Eduard Linsenmair. Solaranlage und Labor der Comoé Station.
K. Eduard Linsenmair. Die Comoé Forschungsstation aus der Luft mit angrenzenden Comoé Fluss.
Geschichte und Bedeutung für Wissenschaft und Ausbildung

1990 wurde zunächst ein Forschungscamp durch Prof. Linsenmair gegründet (Finanzierung: Volkswagen Stiftung). 2000 begann der Bau der heutigen Station (Finanzierung: Fritz-Thyssen-Stiftung; Universität Würzburg). Sie wurde im folgenden Bürgerkrieg mehrfach ausgeraubt und mit Ausnahme der Grundmauern zerstört, aber mit Befriedung des Landes 2012 bis 2014 von Prof. Linsenmair wiederaufgebaut (Restmittel der Thyssen-Stiftung, Unterstützung der Universität). Leider ist der Fortbestand der Station durch fehlende Finanzmittel gefährdet. Bisher haben über 200 lokale und internationale Forscher an der Station gearbeitet (daraus resultierend über 250 Publikationen). Auch wurden mehr als 80 Examens- und Doktorarbeiten abgeschlossen.

Erik T. Frank. Wohnhäuser für die Forscher der Station
Juan Lapuente. Kamerafallenbild von den Schimpansen des Comoé Parks.
Forschung und Naturschutz im Comoé Park (von Pflanzen über Ameisen und Termiten bis zu Zugvögeln und Großsäugern)

Der Park mit seiner hohen Heterogenität der Lebensgemeinschaften und einem starken Gegensatz der Trocken- und Regenzeiten ermöglicht Studien an einem breiten Spektrum von Organismen. Die Station ist auch für den Naturschutz von hoher Bedeutung. Der Nachweis der im Park als ausgestorben geltenden Schimpansen und Elefanten durch Forschung an der Station hat z.B. maßgeblich zum (Wieder-)Erwerb des Status als UNESCO Weltnaturerbe beigetragen. Ziel unserer Forschung ist nicht nur wissenschaftliche Grundlagen für das Verständnis und den Erhalt des Lebensraums zu liefern, sondern auch für eine nachhaltige Nutzung der Savannensysteme angesichts zunehmenden Bevölkerungsdrucks und Klimawandels.

Erik T. Frank. Offizielle Eröffnung der Forschungsstation mit Einwohnern des Nachbardorfs. Die Station ist auch wichtiger Arbeitgeber.
Erik T. Frank. Naturschutz Workshop mit Parkwächtern und einheimischen Forschern.
Weiterführende Links

Prof. Dr. K. Eduard Linsenmair war 1976-2008 Lehrstuhlinhaber für Tierökologie und Tropenbiologie und ist seit 2008 Seniorprofessor und Direktor der Comoé Forschungsstation. Er hat Forschungsprogramme in unterschiedlichen Forschungsfeldern initiiert, die Tropenforschung in Deutschland etabliert und u.v.a. fachübergreifende Forschungsverbünde in Afrika (in Kooperation mit lokalen Institutionen) koordiniert. Er hat die Comoé Station aufgebaut und seine Verdienste wurden vom ivorischen Wissenschaftsministerium mit der Verleihung eines Ordens gewürdigt.

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